Computerkurs für geflüchtete Frauen ist ein voller Erfolg

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Knapp 30 geflüchtete Frauen nehmen seit Januar am offenen Computerkurs in der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm teil.

Dagmar Gerber von der Senatsverwaltung Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie FCZB-Geschäftsführung Dr. Karin Reichel machten sich Anfang April ein eigenes Bild vor Ort.

Der Computerkurs findet im Internetcafé der Unterkunft statt, der mit zehn Rechnern ausgestattet ist. Dort kamen die Besucherinnen aus dem Senat und dem FCZB mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch, erfuhren von deren Herkunft und aktuellen Situation. Die geflüchteten Frauen gaben positive Rückmeldungen zum Computerkurs. Eine Teilnehmerin mit afghanischen Wurzeln sagte: „Ich bin froh, dass es den Kurs hier im Haus gibt. Ich kann mit anderen Frauen Deutsch und Computer lernen.“

Bisher lernten die Frauen Textformatierung, erarbeiten sich einen Alltagswortschatz in Deutsch (z.B. für Arztbesuche und zum Einkaufen) und probierten nützliche Apps, wie die Fahrplanauskunft der BVG oder Maps, einen virtuellen Stadtplan, aus. Zwei Übersetzerinnen für Arabisch, Kurdisch und Farsi begleiten das Training und sind Brückenbauerinnen für Frauen mit wenigen Deutschkenntnissen.

Dagmar Gerber (Abt. III Frauen und Gleichstellung) unterstrich, dass die hohe Lernbereitschaft der Frauen und der Wille, sich auch langfristig um Sprach- und IT-Kenntnisse zu bemühen, als eine wichtige zukunftsorientierte und arbeitsmarktintegrative Unterstützung angesehen wird.

Die Projektleiterin Sarah Rüger ergänzt: „Gerade Frauen, die noch nicht so mobil sind, nutzen das Angebot gerne und regelmäßig. Mit unseren monatlichen Exkursionen kommen sie aus der Unterkunft raus und entdecken mit uns und den anderen Teilnehmerinnen aus dem FCZB wichtige Orte in der Stadt und verbessern so auch ihre Mobilität offline.“

Der Standortleiter Sean Corleone empfing die Delegation und zog eine positive Bilanz nach den ersten drei Monaten: „Der Computerkurs für Frauen kommt bei unseren Frauen sehr gut an. Einige Frauen, die davor sehr für sich waren, die zum Teil traumatisiert sind, fühlen sich wohl und kommen gerne zum Unterricht. Der Kurs gibt ihnen einen Ankerpunkt und sie sind spürbar offener geworden. Wir möchten das Angebot gerne nach den sechs Monaten weiterführen und fest etablieren.“

Besonders beeindruckt war die FCZB-Geschäftsführerin Dr. Karin Reichel von der hohen Lernmotivation der Teilnehmerinnen: „Obwohl einige Teilnehmerinnen schon lange dem Schulalter entwachsen sind, sind sie offensichtlich hochmotiviert, die deutsche Sprache zu lernen und den Umgang mit dem Computer. Sie haben auch die Gelegenheit genutzt, uns stellvertretend für die deutsche Bevölkerung zu danken, dass sie an so einem Kurs teilnehmen dürfen. Das gibt zusätzliche Motivation für unsere zukünftige Arbeit.“

Das Projekt Digital Empowerment and Information Access for Refugee Women wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung. Seit 2016 finden offene IT-Trainings in Berliner Unterkünften und im FCZB statt.

 


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Weihnachtsgeschenke für Flüchtlingskinder

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Weihnachtsbasar am 3. Dezember von 13 bis 18 Uhr in der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm!


Die Vorbereitungen laufen
Es wird gebastelt, genäht und gebacken in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge am Ostpreußendamm. Mit einem Weihnachtsbasar am Samstag, den 3. Dezember von 13-18 Uhr, soll Geld gesammelt werden für Weihnachtsgeschenke.

Sich selbst und Kindern eine Freude machen
Unsere Kultur etwas besser kennenlernen, Raum für Begegnungen und Austausch schaffen und vor allem den Kindern der Einrichtung eine Freude bereiten: aus diesen Gründen veranstalten Bewohnerinnen und Bewohner am 3.12.2016 zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm 108 in Berlin-Lichterfelde einen Weihnachtsbasar. Neben dem Verkauf von Selbstgemachtem aus der hauseigenen Nähstube und kleinen Bastelarbeiten der Kinder, werden auch traditionelles Gebäck und warme Getränke angeboten. »Mit dem Erlös möchten wir den Kindern in unserer Einrichtung eine kleine Freude machen und Weihnachtsgeschenke kaufen«, so Marika Puschmann, stellvertretende Einrichtungsleiterin.

Die Gemeinschaftsunterkunft
In der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm betreut die milaa gGmbH bis zu 300 besonders schutzbedürftige Menschen aus Syrien, Eritrea und anderen Kriegsgebieten. »Unabhängig von der jeweiligen Glaubensrichtung, besteht bei den Bewohnern, ein großes Interesse, die Art und Weise kennen zu lernen, in der in Deutschland die Adventszeit und das Weihnachtsfest verbracht werden«, berichtet Sean Corleone, Einrichtungsleiter der Gemeinschaftsunterkunft.

Kommen Sie zum Ostpreußendamm 108
Über zahlreiche Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsbasars freuen sich die Bewohner und Mitarbeiter der Gemeinschaftsunterkunft. Auch mit einer kleinen Spende kann man dazu beitragen, ein Lächeln ins Gesicht der Kinder zu zaubern. Wann und Wo: Am 3. Dezember 2016 von 13 bis 18 Uhr Ostpreußendamm 108 in 12207 Berlin.


Wir freuen uns über Spenden!

Unser Spendenkonto
Empfänger: milaa gGmbH
Bank: KD-Bank eG
IBAN: DE86 3506 0190 0000 8428 42
BIC: GENO DE D1 DKD

Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten von uns am Anfang des kommenden Jahres automatisch eine Spendenbescheinigung von uns, wenn Sie Ihre Adresse bei der Überweisung angeben.


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Flüchtlingseinrichtung für besonders schutzbedürftige Menschen wird in Lichterfelde eröffnet

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Nach zwei Monaten Bauzeit werden Anfang September die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in die Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm 108 einziehen.


Die Gemeinschaftsunterkunft wird künftig bis zu 300 Flüchtlingen mit besonderem Schutzbedürfnis ein Zuhause bieten. Es ist eine von sechs Flüchtlingsunterkünften in modularer Bauweise, die vom Senat errichtet wurden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. sowie mit dem Bezirksamt und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales wurde dieses Projekt verwirklicht. Betreiber der Einrichtung ist die »milaa gGmbH« (Miteinander leben aber anders) – eine Tochter des Ev. Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V.

Bei der Errichtung der Gemeinschaftsunterkunft wurden die Erfahrungen aus bereits realisierten Containerdörfern einbezogen. Mit vielen Details haben die Modulbaufirma Algeco, die gemeinnützige »milaa« als künftige Betreiberin und die Task Force des Bauherrn – das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) – einen wohnlichen Eindruck erreicht.

So wurde beispielsweise bei der Außengestaltung darauf geachtet, dass die einzelnen Wohnmodule leicht versetzt sind und mit Pastellfarben in blau, grün und gelb die Fassade farbenfroh, jedoch zurückhaltend gestaltet ist. Im Innern erinnert die Einrichtung an ein Fertighaus. Die drei Etagen der beiden Gebäude werden jeweils über zwei Treppenhäuser innen erschlossen und nicht wie in anderen Einrichtungen über außen am Gebäude angebrachte Treppentürme. Lange Flure wurden vermieden. Licht im Inneren spenden ansprechende runde Leuchten.

Die Etagen sind farblich unterschiedlich gestaltet, das erleichtert vor allem für Kinder die Orientierung. Es gibt die »grüne Etage« im Erdgeschoss mit Gemeinschaftsräumen, Spielzimmer, Hausaufgabenzimmer, Beratungs- und Betreuungszimmern und Abstellräumen für Kinderwagen und Sachspenden. In der »blauen Etage« im ersten Obergeschoss werden vor allem allein reisende Männer untergebracht und in der »gelben Etage« im zweiten Obergeschoss wird es Zimmer für Familien und Frauen mit Kindern geben. Zudem wird es vier behindertengerechte Wohnräume mit WC für acht Personen geben. Alles wurde nach neuesten ökologischen und energetischen Standards gefertigt. Die Einrichtung ist zunächst für zwei Jahre genehmigt.

Für alle Beteiligten war es eine Herzensangelegenheit das diese Unterkunft anders aussieht als andere. Immerhin werden von den 300 Bewohnern etwa Zwei Drittel, also 200 Menschen sein, die als besonders schutzbedürftig gelten. Dazu zählen alleinstehende Frauen mit Kindern, Behinderte, Schwangere, Homosexuelle und maximal 70 traumatisierte Menschen. Speziell für diese Schutzbedürftigen wurde die Anlage konzipiert. Deshalb wird auch die Betreuung intensiver ausfallen als in anderen Einrichtungen.

Der Betreiber »milaa«, im Juni 2015 gegründet und eine Tochtergesellschaft des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V., und das Stadtteilzentrum Steglitz, das die Nachbarschaftsarbeit gestaltet, richten sich auf die spezielle Klientel ein. »Das Wichtigste ist der Geist, den man in ein Gebäude hineinträgt«, sagt Gisela Netzeband, Geschäftsführerin der milaa. Wertschätzung und Sinnstiftung seien aus Ihrer Sicht für ein gutes Miteinander wichtig. So soll beispielsweise ein Garten auf dem Grundstück angelegt werden an dem die Flüchtlinge mitarbeiten und selbst etwas anbauen können. Das großzügige Grundstück ermöglicht zudem besondere Angebote für Jugendliche. Die angrenzende “Dirtbahn” für BMX-Räder und Mountainbikes der Jugendwerkstatt Ostpreußendamm kann von den künftigen Bewohnern mit genutzt werden. Ein Beachvolleyballfeld soll ebenfalls noch angelegt werden.


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